» 

Hier will ich nicht beschreiben was in den Büchern steht, sondern was gefühlsmäßig während einer Depression abläuft. Die Beschreibung kann nicht vollständig sein, zumal jeder Mensch anders empfindet. Es spielt auch keine große Rolle was die Depression ausgelöst hat, sondern nur das Sie da ist.

Die Depression lässt sich für mich am leichtesten als Giftschlange beschreiben die sich in der Seele eingenistet hat. Sie ist heimtückisch und lauert überall. Wenn man es nicht erwartet beisst sie zu und verspritzt ihr Gift. Oft in so kleinen Mengen, das die Vergiftung nicht erkannt wird. Jeder Spritzer nimmt ein Stück von der Lebensfreude, beginnt das Leben zu lähmen. Viele kleine Mengen von Gift wirken genauso tödlich wie eine große Dosis. Jeder dieser kleinen Giftspritzer vergiftet das Leben einwenig. Wenn sich genug Gift angesammelt hat, beginnt die Seele zu sterben. Es ist ein gnadenloses und schmerzvolles sterben. Die Depression kennt kein Mitleid. Schon zu erkennen das die Seele vergiftet wird fällt schwer. Dann wenn erkannt wird das das Gift zu wirken beginnt, ist die Seele schon fast zu gelähmt um sich zu wehren. Ein Versuch sich zu wehren beginnt. Der Körper und Geist ist jedoch schon zu stark gelähmt. Verzweifelte Versuche sich selber zu verstehen und seine Apathie zu überwinden kosten die letzten Reserven. Die Schlange spielt mit der Seele wie eine Katze mit der Maus. 

Erst wenn fast alle Lebenskraft ausgelöscht ist, kommt ein letztes aufbäumen für den Todesbiss.

Ich kenne meinen Feind und werde kämpfen sobald ich wieder etwas Kraft gesammelt habe. Die Heimtücke und das Gift der Depression kenne ich. Einen Gegner den man kennt kann man bekämpfen.

Hoffendlich ist jetzt keine Schlange beleidigt.